Unsere Facebook-Seite
Unsere Facebook-Seite

"Was du nicht richtig denkst,

das mußt du verkehrt leben."

"Das Recht ist gleich,

weil die Menschen ungleich sind."

"Ich bin für viele Zeiten

oder doch für die Einzelnen

vieler kommender Zeiten."

Constantin Brunner   (1862-1937)


Philosoph, Weisheitslehrer und Visionär

  • Rebell gegen die akademische Schulphilosophie
  • Vertreter einer modernen, den Gegensatz von Geist und Materie überwindenden Einheitsphilosophie
  • Kritiker des Antisemitismus
  • Streiter für Rechtsstaat und Bürgerfreiheit


- Stimmen zu Brunner -

 

"Es tröstet mich, daß Sie da sind. Die Zeit scheint mir wieder wohnbar."

Walther Rathenau

 

"Hier ist endlich wieder einer, der die Arme weit über die Welt streckt."

Gustav Landauer

 

"Es ist mir eine Freude,

meine Verehrung für den großen Denker Constantin Brunner zu bestätigen."

Max Horkheimer

 

"Hier ist sie wieder, die tiefe wahre Menschlichkeit."

Yehudi Menuhin


- Aktuelles -

Neue Quellen:

Unsere neueste Video-Digitalisierung: Hans Raphael Goetz (1921–2013) war ein dänischer Musiker und Philosoph deutscher und speziell deutsch-jüdischer Herkunft. Sein Vater war der einst vor den Nazis nach Dänemark geflüchtete Generalsekretär der "Vereinigung für das Liberale Judentum in Deutschland" und Chefredakteur der Jüdisch-liberalen Zeitung George Goetz (1892–1968). Nach dem Tod von George Goetz, der mit Constantin Brunner befreundet gewesen war, wurde dessen Sohn Hans auch im Rahmen des Internationalen Constantin Brunner-Instituts (ICBI) aktiv und war von 1992 bis 2006 dessen Vorsitzender. Aus dieser Zeit stammt dieses erstmals digitalisierte und öffentlich gemachte Interview, in welchem Goetz über seine Familie und dessen Verhältnis zu Brunner, sowie über Brunners Philosophie und politische Theorie spricht. Auch auf die verschiedenen Brunner-Diskussionsgruppen wie den "Czernowitzer Kreis" geht Goetz ein.

In diesem Video ist Brunners letztes Arbeitszimmer aus seinem Exil in Den Haag zu sehen. Die bisher unveröffentlichten Aufnahmen stammen aus den 90er Jahren und wurden 2019 von uns neu zusammengeschnitten. Das lange Zeit unberührte Zimmer wurde später aufgelöst und der Großteil der Gegenstände und Bücher an das Berliner Leo Baeck-Institut gegeben.

Dieses bisher unveröffentlichte Interview mit dem bekannten Geigenvirtuosen Yehudi Menuhin (1916-1999) über den Philosophen Constantin Brunner wurde 1994 in London geführt und 2018 erstmals von unserer Stiftung digitalisiert.

Neuerscheinungen:

Der neue Aschkenas-Band ist als Themenheft zu Constantin Brunner erschienen! Er enthält folgende Beiträge:

  • Stenzel, Jürgen: Einführung
  • Zimmer, Robert: Constantin Brunner als Denker der Moderne. Eine biographische und philosophische Skizze
  • Stenzel, Jürgen: Constantin Brunners Auffassung des Jüdischen
  • Springborn, Matthias: Emanzipation von der jüdischen Orthodoxie. Die Jugend- und Lehrjahre 1862-1890 des Leo Wertheimer alias Constantin Brunner
  • Rodan, Martin: Constantin Brunner und das prophetische Judentum
  • Werner, Hans: Gottesbegriff und Gotteserkenntnis bei Constantin Brunner und Martin Buber
  • Rolletschek, Jan: Gustav Landauer und Constantin Brunner. Umrisse einer Begegnung
  • Krah, Franziska: Der »große Philosoph« und der ihm »lieb gewordene Verein«. Zum Verhältnis von Constantin Brunner und dem Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens
  • Hahn, Hans-Joachim: »Die angesteckten Juden«. Constantin Brunners Antizionismus
  • Baltschev, Bettina: »Wie ich in meinem Lande bin, so ist mein Land in mir«. Constantin Brunner im holländischen Exil 1933-1937
  • Fotos aus dem Leo Baeck Institute, Archiv im Jüdischen Museum Berlin, Constantin Brunner Collection VI
  • Zeittafel
  • Bibliographie
  • Battenberg, J. Friedrich: Erinnerung an Prof. Dr. Helmut Castritius
  • Personen- und Ortsregister

Zur Online-Ausgabe des Themenheftes beim Verlag de Gruyter geht es hier.

Im Verlag Königshausen & Neumann ist im April 2019 ein Brunner-Lesebuch erschienen, das einen Mangel beseitigt, den wohl alle spürten, die sich bisher mit Brunner beschäftigt haben oder beschäftigen wollten: Robert Zimmer und Jürgen Stenzel haben die relevantesten Textpassagen aus dem extensiven Gesamtwerk Brunners ausgewählt und in einem einzigen Band versammelt, so dass ein konzentrierter Überblick über seine Philosophie möglich wird.

 

„Was du nicht richtig denkst, das musst du verkehrt leben“
Ein Constantin Brunner-Lesebuch
Hrsg. von Jürgen Stenzel und Robert Zimmer, Verlag Königshausen & Neumann, Würzburg 2019, 450 Seiten, Hardcover mit Fadenheftung, € 24,80, ISBN 978-3-8260-6493-7
Vorweg führt Robert Zimmer in Brunners Leben, Werk und Wirkung ein. Die aus der „Lehre“, aus „Unser Christus oder das Wesen des Genies“, „Der Judenhaß und die Juden“, „Von den Pflichten der Juden und von den Pflichten des Staates“, „Der entlarvte Mensch“, „Unser Charakter oder Ich bin der Richtige“ sowie weiteren Büchern und Aufsätzen Brunners ausgewählten Texte sind in fünf Kapitel angeordnet, die jeweils noch einmal eingeleitet werden, damit der Gesamtzusammenhang, in dem die Texte stehen, kenntlich wird. Eine Zeittafel und eine Bibliographie sind beigefügt.

Rezension:

Hans-Rüdiger Schwab, „Was du nicht richtig denkst, das musst du verkehrt leben“. Ein Constantin Brunner-Lesebuch, in: Jahrbuch für Lebensphilosophie IX (2018/19), S. 395–399. [hier via Link zum Download]

Presse:

Der "Trierische Volksfreund" berichtete in seiner Online-Ausgabe am 3. Mai 2019 über den Denker Brunner, die Brunner-Stiftungen und die in Jünkerath veranstaltete Lesung aus dem jüngst erschienenen Brunner-Lesebuch, siehe hier.

Weitere Aktuelle Literatur:

Brunners umfangreichstes Buch zum Antisemitismus (Originaltitel "Der Judenhaß und die Juden", 1919) liegt nun dank der Übersetzung von Jacques Aron auf Französisch vor, welcher auch ein Vorwort dazu verfasst hat.

 

LA HAINE DES JUIFS ET LES JUIFS

Un bilan de l'antisémitisme pré-nazi

Constantin Brunner

Traduction de l'allemand et introduction par Jacques Aron

 

Buchbeschreibung des Verlags:

"Im Laufe der Jahre entwickelte sich der deutsche Philosoph jüdischer Herkunft Constantin Brunner (1862-1937) zu einer einzigartigen Figur an der Schnittstelle zwischen dem klassischen Denken (Spinoza, Kant, Hegel) und dem jüdischen Monismus, der eine einheitliche spekulative Theorie mit der Kenntnis der natürlichen und historischen Tatsachen verknüpfte. Die Infragestellung seines doppelten jüdischen und deutschen Daseins zwang ihn dazu, eine Analyse des politischen Antisemitismus zu erstellen, der sich ab 1880 entwickelte. Darin bekämpft er diese Form des Widerstands der Zivilgesellschaft gegen den Rechtsstaat aller Bürger, unabhängig von ihrem Glauben oder ihren kulturellen Traditionen. Er zeichnet hier 1919 die umfassendste Synthese, bevor der Nationalsozialismus den Antisemitismus zu einem Programm der Ausgrenzung von Juden radikalisierte."

 

Link zum Buch

 

Kurzbiographie des Verlags zu Aron:

"Jacques Aron hat sich in zahlreichen Büchern mit dem europäischen Judentum befasst. Er ist ausgebildeter Architekt und Stadtplaner, Hochschullehrer und hat sein Forschungsfeld immer wieder auf die Entwicklung des Begriffs Antisemitismus ausgeweitet."

Unser Stiftungsvorstandsmitglied, der Romanist Dr. Martin Rodan, hat sein ursprünglich auf Französisch erschienenes Werk (übers. "Unsere unbekannte europäische Kultur") inzwischen ins Slowakische übersetzen lassen. Der Verlag beschreibt es als "originelle Sicht auf die Kulturgeschichte Europas". Dazu soll nicht unerwähnt bleiben, dass auch Brunner darin vorkommt, weshalb wir es gern hier aufführen. Eine deutsche Übersetzung des Buches befindet sich momentan in Arbeit.

 

Link zum Buch

 

Über Martin Rodan

Jüdische Miniaturen, Band 207

Constantin Brunner. Philosoph und Weisheitslehrer. (Im Shop)

Hentrich & Hentrich:  Berlin 2017

 

Robert Zimmer zeichnet wichtige Merkmale sowohl der Biographie als auch des Denkens Brunners nach. Er stellt Brunners Hauptwerk „Die Lehre von den Geistigen und vom Volke“ (1908) vor und geht auf dessen Verbindung von rationaler Weltdeutung, mystischer Einheitsphilosophie und aufklärerischer Staats- und Gesellschaftstheorie ein. Brunner verknüpfte den systematischen Anspruch des Theoretikers mit dem lebenspraktischen Anspruch eines Weisheitslehrers. Zu entdecken ist ein origineller und produktiver Denker, der einen ganz eigenständigen Beitrag zur Philosophie der Moderne geleistet hat.

Sammelband:

Constantin Brunner im Kontext. Ein Intellektueller zwischen Kaiserreich und Exil.

De Gruyter: Berlin 2014

Briefband:

Constantin Brunner – Ausgewählte Briefe 1884-1937.

Wallstein: Göttingen 2012